Tennis-Begriffe von A bis Z
Einstand, Breakball, Tiebreak oder Slice: Im Tennis-Lexikon findest du alle wichtigen Begriffe zu Zählweise, Schlägen, Regeln, Belägen und Turnieren – von Grand Slam bis Lucky Loser.
Gerade bei Tenniswetten lohnt sich das Wissen um Beläge, Satzformate und Aufschlagstärke. Klick auf einen Begriff für die Erklärung oder filtere nach Themen.
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A
Ass
auch: Ace
Regelgerechter Aufschlag, den der Gegner nicht berühren kann – ein direkter Punkt.
ATP
auch: Association of Tennis Professionals, ATP Tour
Die Vereinigung der Tennisprofis bei den Herren. Sie organisiert die ATP Tour und führt die Weltrangliste der Männer.
ATP Finals
auch: Saisonfinale, WTA Finals
Abschlussturnier der Saison für die acht besten Spieler (bei den Damen: WTA Finals), zunächst in Gruppen im Round-Robin-Format.
Aufschlag
auch: Service, Serve
Schlag, mit dem jeder Ballwechsel beginnt. Der Ball muss diagonal ins gegnerische Aufschlagfeld; pro Punkt gibt es zwei Versuche.
Aufschlagfeld
auch: Service Box, Aufschlagquadrat
Eines der beiden Felder vor dem Netz, in das der Aufschlag diagonal gespielt werden muss.
Aufschlagspiel
auch: Service Game
Das Spiel, in dem ein Spieler aufschlägt. Gewinnt der Gegner es, ist das ein Break.
Australian Open
auch: AO
Erstes Grand-Slam-Turnier des Jahres, gespielt im Januar in Melbourne auf Hartplatz.
B
Bagel
auch: Brille, Doppelbagel
Ein Satz, der 6:0 endet – die Null erinnert an einen Bagel. Zwei 6:0-Sätze nennt man auch Brille oder Doppelbagel.
Ballkinder
auch: Balljungen, Ballmädchen
Helfer am Platz, die Bälle einsammeln und den Spielern zuwerfen.
Ballwechsel
auch: Rally
Die Folge von Schlägen zwischen Aufschlag und Punktgewinn.
Besaitung
auch: Saiten, Bespannung
Die Saiten im Schlägerkopf. Spannung und Material beeinflussen Kontrolle, Tempo und Spin.
Best of Five
auch: Best of Three, Drei Gewinnsätze
Ein Match über maximal fünf Sätze, bei dem drei gewonnene Sätze zum Sieg nötig sind – bei den Herren in Grand-Slam-Turnieren. Sonst wird meist Best of Three gespielt.
Big Point
auch: Big Points, Wichtiger Punkt
Besonders wichtiger Punkt, etwa ein Breakball, Satzball oder Matchball, der oft über das Match entscheidet.
Bodenbelag
auch: Belag, Untergrund
Die Oberfläche des Tennisplatzes. Sand, Rasen und Hartplatz unterscheiden sich stark in Tempo und Absprung – ein wichtiger Faktor bei Tenniswetten.
Break
auch: Aufschlagverlust, Breakgewinn
Der Gewinn eines Aufschlagspiels des Gegners. Breaks entscheiden im Tennis oft das Match, weil normalerweise der Aufschläger im Vorteil ist.
Breakball
auch: Breakchance
Punkt, mit dem der Rückschläger das Aufschlagspiel des Gegners gewinnen kann.
C
Centre Court
auch: Center Court, Hauptplatz
Der größte Platz einer Turnieranlage, auf dem die wichtigsten Matches stattfinden.
Challenge
auch: Videobeweis im Tennis
Ein Spieler fordert die Überprüfung eines Ball-Aus-Entscheids per Hawk-Eye an. Pro Satz gibt es eine begrenzte Zahl erfolgloser Challenges.
Chip and Charge
auch: Chip & Charge
Der Return wird kurz und angeschnitten gespielt (Chip), danach rückt der Spieler sofort ans Netz vor (Charge).
Cross
auch: Diagonal
Ein Schlag diagonal über den Platz.
D
Davis Cup
Mannschaftswettbewerb der Herren-Nationalteams im Tennis. Das Gegenstück bei den Damen ist der Billie Jean King Cup.
Doppel
auch: Herrendoppel, Damendoppel
Spielform mit zwei Spielern pro Seite. Das Feld wird um die seitlichen Korridore breiter.
Doppelfehler
auch: Double Fault
Beide Aufschlagversuche landen nicht im Feld, der Punkt geht an den Gegner.
E
F
Fehlaufschlag
auch: Fault, Fehler
Ein Aufschlag, der im Netz, außerhalb des Aufschlagfelds oder mit Fußfehler landet. Nach dem ersten Fehler gibt es einen zweiten Versuch.
Forced Error
auch: Erzwungener Fehler
Fehler, den der Gegner durch einen starken Schlag erzwungen hat.
French Open
auch: Roland Garros
Grand-Slam-Turnier in Paris im Mai und Juni – das wichtigste Turnier auf Sand.
Fußfehler
auch: Foot Fault
Der Aufschläger berührt beim Aufschlag die Grundlinie oder das Feld, bevor er den Ball trifft – der Aufschlag gilt als Fehler.
G
Golden Slam
Der Gewinn aller vier Grand-Slam-Turniere und der olympischen Goldmedaille im selben Jahr. Steffi Graf gelang das 1988.
Grand Slam
auch: Grand-Slam-Turnier, Major
Die vier wichtigsten Tennisturniere: Australian Open, French Open, Wimbledon und US Open. Wer alle vier in einem Jahr gewinnt, schafft den Grand Slam.
Griffband
auch: Overgrip, Basisgriffband
Band um den Schlägergriff, das für Halt sorgt und Schweiß aufnimmt.
Grundlinie
auch: Baseline
Die hintere Begrenzungslinie des Tennisplatzes.
Grundlinienspiel
auch: Grundlinienspieler, Baseliner
Spielweise, bei der Punkte vor allem mit Grundschlägen von der Grundlinie aus gewonnen werden.
H
Halbvolley
auch: Half-Volley
Der Ball wird unmittelbar nach dem Aufspringen gespielt, noch in der Aufwärtsbewegung.
Hartplatz
auch: Hard Court
Belag aus Beton oder Asphalt mit Kunststoffschicht, mittleres bis schnelles Tempo. Auf ihm werden die Australian Open und die US Open gespielt.
Hawk-Eye
auch: Falkenauge, Electronic Line Calling
Kamerasystem, das die Flugbahn des Balls berechnet und anzeigt, ob er im Feld war. Auf vielen Turnieren ersetzt es inzwischen die Linienrichter.
I
Inside-Out
auch: Inside Out, Inside-In
Der Spieler umläuft seine Rückhand und spielt die Vorhand aus der Rückhandecke diagonal (Inside-Out) oder gerade (Inside-In).
ITF
auch: International Tennis Federation
Der Tennis-Weltverband. Er legt die Regeln fest und richtet u. a. Davis Cup und Billie Jean King Cup aus.
K
Kanonenaufschlag
auch: Flacher Aufschlag, Flat Serve, Bombe
Sehr harter, fast ohne Drall geschlagener Aufschlag – schnell, aber fehleranfällig.
Kick-Aufschlag
auch: Kicker, Twist
Aufschlag mit starkem Überschnitt, der hoch abspringt und zur Seite wegspringt – oft als sicherer zweiter Aufschlag genutzt.
Korridor
auch: Doppelfeld, Doppelgasse
Die äußeren Streifen an beiden Seiten des Platzes, die nur im Doppel zum Spielfeld gehören.
L
Let
auch: Netzaufschlag
Der Aufschlag berührt die Netzkante und landet im richtigen Feld – er wird wiederholt, ohne als Fehler zu zählen.
Lob
auch: Lobball
Hoher Ball über den am Netz stehenden Gegner hinweg ins hintere Feld.
Longline
auch: Long Line, Die Linie entlang
Ein Schlag parallel zur Seitenlinie.
Love
auch: Null
Tennis-Ausdruck für null Punkte, z. B. „15-Love“ für 15:0.
Lucky Loser
auch: LL
Spieler, der in der letzten Qualifikationsrunde verloren hat, aber nachrückt, weil ein anderer Spieler kurzfristig ausfällt.
M
Match
auch: Partie
Das gesamte Tennisspiel. Je nach Wettbewerb gewinnt, wer zuerst zwei (Best of Three) oder drei Sätze (Best of Five) holt.
Match-Tiebreak
auch: Champions-Tiebreak, Super-Tiebreak
Verlängerter Tiebreak bis zehn Punkte (mit zwei Punkten Vorsprung), der statt eines dritten Satzes gespielt wird – häufig im Doppel.
Matchball
Punkt, mit dem ein Spieler das gesamte Match gewinnen kann.
Mixed
auch: Gemischtes Doppel
Doppel mit je einer Frau und einem Mann pro Team.
Mondball
auch: Moonball
Sehr hoch und mit viel Topspin gespielter Ball, der den Gegner weit hinter die Grundlinie drängt.
N
Netzroller
auch: Netzball
Ein Ball im Ballwechsel, der die Netzkante berührt und trotzdem ins Feld fällt. Anders als beim Aufschlag wird er nicht wiederholt.
No-Ad
auch: No Advantage, Entscheidungspunkt
Zählweise ohne Vorteil: Bei Einstand entscheidet ein einziger Punkt über das Spiel – üblich im Doppel auf der Profitour.
O
P
Passierball
auch: Passing Shot
Schlag, der am Gegner vorbeigeht, der ans Netz vorgerückt ist.
Q
Qualifikant
auch: Qualifikation, Q
Spieler, der sich über ein Vorturnier (Qualifikation) für das Hauptfeld eines Turniers qualifiziert hat.
R
Rasenplatz
auch: Rasen, Grass Court
Schneller Belag mit flachem Absprung, auf dem starke Aufschläger im Vorteil sind. Bekanntestes Turnier ist Wimbledon.
Re-Break
auch: Rebreak
Direkte Antwort auf ein Break: Der Spieler, der gerade sein Aufschlagspiel verloren hat, nimmt dem Gegner sofort ebenfalls den Aufschlag ab.
Return
auch: Rückschlag, Aufschlagreturn
Der Schlag, mit dem der Rückschläger den Aufschlag des Gegners zurückspielt.
Rückhand
auch: Backhand, Beidhändige Rückhand, Einhändige Rückhand
Grundschlag auf der Gegenseite der Schlaghand, einhändig oder beidhändig gespielt.
S
Sandplatz
auch: Asche, Clay
Langsamer Belag mit hohem Absprung, der lange Ballwechsel begünstigt. Bekanntestes Turnier sind die French Open.
Satz
auch: Set
Abschnitt eines Tennismatches. Gewonnen ist er mit sechs Spielen und zwei Spielen Vorsprung – bei 6:6 entscheidet meist der Tiebreak.
Satzball
auch: Setball
Punkt, mit dem ein Spieler den Satz gewinnen kann.
Schläger
auch: Racket, Tennisschläger
Das Spielgerät im Tennis aus Rahmen, Griff und Besaitung.
Schmetterball
auch: Smash, Überkopfball
Kraftvoller Schlag über dem Kopf, meist als Antwort auf einen hohen Ball oder Lob.
Serve-and-Volley
auch: Serve and Volley
Spielweise, bei der der Aufschläger sofort ans Netz stürmt, um den Punkt mit einem Volley zu beenden.
Setzliste
auch: Gesetzt, Seed, Gesetzter Spieler
Die bestplatzierten Spieler eines Turniers werden so ins Tableau verteilt, dass sie nicht schon früh aufeinandertreffen.
Slice
auch: Unterschnitt, Cut
Schlag mit Rückwärtsdrall: Der Ball fliegt flach und springt niedrig ab.
Slice-Aufschlag
auch: Slice-Service
Seitlich angeschnittener Aufschlag, der flach abspringt und den Gegner aus dem Feld zieht.
Spiel
auch: Game
Kleinste Zähleinheit im Tennis nach den Punkten. Sechs gewonnene Spiele mit zwei Spielen Vorsprung ergeben einen Satz.
Stoppball
auch: Dropshot, Stopp
Kurz gespielter Ball, der knapp hinter dem Netz aufkommt und kaum wieder aufspringt.
Stuhlschiedsrichter
auch: Chair Umpire, Oberschiedsrichter am Platz
Der Schiedsrichter auf dem erhöhten Stuhl am Netz, der den Spielstand führt und strittige Entscheidungen trifft.
Sweet Spot
auch: Sweetspot
Der Bereich der Besaitung, in dem der Ball am besten kontrolliert und mit wenig Vibration getroffen wird.
T
Tiebreak
auch: Tie-Break
Entscheidungsspiel bei 6:6 in einem Satz. Gewonnen hat, wer zuerst sieben Punkte mit zwei Punkten Vorsprung erreicht.
Topspin
auch: Überschnitt, Lifting
Schlag mit Vorwärtsdrall: Der Ball fliegt in einem Bogen, fällt steil ab und springt hoch weg.
Tweener
auch: Zwischen-den-Beinen-Schlag
Spektakulärer Schlag zwischen den eigenen Beinen hindurch, meist mit dem Rücken zum Netz nach einem Lob.
U
Unforced Error
auch: Leichter Fehler, Eigenfehler
Fehler ohne Druck durch den Gegner, etwa ein einfacher Ball ins Netz.
Unterarm-Aufschlag
auch: Underarm Serve, Aufschlag von unten
Aufschlag von unten, meist als Überraschung gegen Gegner, die weit hinter der Grundlinie returnieren. Regelkonform, aber selten.
US Open
Letztes Grand-Slam-Turnier des Jahres, gespielt im August und September in New York auf Hartplatz.
V
Volley
auch: Flugball
Schlag, bei dem der Ball direkt aus der Luft gespielt wird, bevor er auf den Boden springt – meist am Netz.
Vorhand
auch: Forehand
Grundschlag auf der Seite der Schlaghand – bei Rechtshändern rechts vom Körper. Für die meisten Spieler der stärkste Schlag.
Vorteil
auch: Advantage, Ad
Der Punkt nach dem Einstand. Gewinnt der Spieler mit Vorteil auch den nächsten Punkt, hat er das Spiel; sonst steht es wieder Einstand.
W
Weißes Spiel
auch: Love Game, Zu-Null-Spiel
Ein Spiel, das ohne Punktverlust gewonnen wird, also 4:0 Punkte.
Weltrangliste
auch: Ranking, ATP-Ranking, WTA-Ranking
Rangliste der Spieler nach Punkten, die sie bei Turnieren in den letzten zwölf Monaten gesammelt haben.
Wildcard
auch: Wild Card
Freiplatz, mit dem der Veranstalter einen Spieler ohne ausreichende Weltranglistenposition direkt ins Hauptfeld aufnimmt.
Wimbledon
auch: The Championships
Ältestes Tennisturnier der Welt, gespielt im Sommer in London auf Rasen. Traditionell tragen die Spieler weiße Kleidung.
Winner
auch: Gewinnschlag
Schlag, den der Gegner nicht mehr erreicht – ein direkter Punktgewinn.
WTA
auch: Women's Tennis Association, WTA Tour
Die Vereinigung der Tennisprofis bei den Damen. Sie organisiert die WTA Tour und führt die Weltrangliste der Frauen.
Z
Zählweise
auch: 15, 30, 40, Fünfzehn, Dreißig, Vierzig
Im Tennis zählen die Punkte eines Spiels 15, 30, 40 und Spielgewinn. Steht es 40:40, geht es mit Einstand und Vorteil weiter.
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