Snooker-Begriffe von A bis Z
Century Break, Free Ball, Miss oder Shot to nothing: Snooker hat eine eigene, oft englische Fachsprache. Hier findest du die wichtigsten Begriffe zu Regeln, Fouls, Tisch, Technik und Turnieren wie der WM im Crucible.
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A
Anstoß (Snooker)
auch: Break-off, Eröffnungsstoß
Der erste Stoß eines Frames aus dem D in den Pack der roten Bälle – meist vorsichtig, um dem Gegner keine Chance zu lassen.
Aufnahme
auch: Turn, Visit
Die Zeit, in der ein Spieler am Tisch ist – von seinem ersten Stoß bis zum Fehlstoß oder Foul.
B
Ball in Hand
auch: In Hand
Der Spielball darf frei innerhalb des D platziert werden, etwa beim Anstoß oder nachdem er versenkt wurde.
Ball on
auch: Ball, der dran ist
Der Ball, den der Spieler regelgerecht zuerst treffen muss – abwechselnd eine Rote und eine Farbe, am Ende die Farben in fester Reihenfolge.
Baulk-Linie
auch: Baulk Line, Fußlinie
Die Querlinie im unteren Tischviertel, an der das D liegt.
Besetzter Spot
auch: Occupied Spot
Ist der eigene Spot belegt, kommt eine Farbe auf den nächsthöheren freien Spot – sonst so nah wie möglich an ihren eigenen.
Bogenball
auch: Swerve, Bananenschuss
Stoß mit starkem Effet, bei dem der Spielball um einen im Weg liegenden Ball herumläuft.
Break (Snooker)
auch: Snooker-Break, Aufnahme-Punkte
Die Punkte, die ein Spieler in einer Aufnahme am Stück erzielt.
C
Century Break
auch: Century, Hunderter
Ein Break von mindestens 100 Punkten.
Crucible
auch: Crucible Theatre
Das Theater in Sheffield, in dem seit 1977 die Snooker-Weltmeisterschaft ausgetragen wird.
D
D
auch: Halbkreis
Der Halbkreis hinter der Baulk-Linie, aus dem der Anstoß gespielt wird und in den der Spielball nach einem Foul gelegt werden darf.
Decider
auch: Entscheidungsframe
Der letzte, entscheidende Frame bei Gleichstand, etwa beim Stand von 9:9 in einem Best-of-19-Match.
Double (Snooker)
auch: Cross Double, Bandenball
Der Objektball wird über eine Bande in die gegenüberliegende Tasche gespielt.
Double Kiss
auch: Doppelkuss
Spielball und Objektball berühren sich zweimal kurz hintereinander – oft unbeabsichtigt und störend für die Stellung.
Durchstoß
auch: Push Stroke
Unerlaubter Stoß, bei dem die Queuespitze Spielball und Objektball gleichzeitig oder zu lange berührt.
E
Effet
auch: Seiteneffet, Rückläufer, Nachläufer
Drall des Spielballs, erzeugt durch einen Treffer außerhalb der Mitte. So steuern Spieler, wohin der Spielball nach dem Stoß läuft.
F
Farbige Bälle
auch: Farben, Colours
Die sechs farbigen Bälle: Gelb (2), Grün (3), Braun (4), Blau (5), Pink (6) und Schwarz (7). Solange Rote auf dem Tisch sind, werden sie nach dem Versenken wieder aufgesetzt.
Fluke
auch: Glückstreffer
Ein glücklich versenkter Ball, der so nicht geplant war.
Foul (Snooker)
auch: Snooker-Foul
Regelverstoß wie der falsche Ball zuerst getroffen oder der Spielball versenkt. Der Gegner erhält mindestens vier, höchstens sieben Strafpunkte.
Frame
auch: Spiel im Snooker
Ein einzelnes Spiel im Snooker, vom Anstoß bis alle Bälle versenkt sind oder ein Spieler aufgibt. Ein Match geht über eine feste Zahl gewonnener Frames.
Frameball
auch: Frame Ball
Der Ball, mit dem ein Spieler den Frame rechnerisch entscheidet.
Free Ball
auch: Freeball
Nach einem Foul, das den Gegner snookert zurücklässt, darf dieser einen beliebigen Ball als Ball on wählen.
Fuß am Boden
Beim Stoß muss immer mindestens ein Fuß den Boden berühren, sonst ist es ein Foul.
J
Jump Shot
auch: Sprungstoß
Der Spielball wird absichtlich über einen anderen Ball gespielt – im Snooker grundsätzlich ein Foul.
K
Kick
auch: Bad Contact
Unberechenbarer Stoß, wenn Staub oder Kreide zwischen den Bällen den Kontakt stört – der Objektball springt anders als erwartet.
Kleiderfoul
Foul, weil Kleidung, Hand oder Queue einen Ball berührt hat.
L
Long Pot
auch: Langer Ball
Versenken eines Balls über eine große Distanz, meist über den halben Tisch.
M
Maximum Break
auch: 147, Maximum, Maximum-Break
Das höchste reguläre Break: alle 15 Roten mit je einer Schwarzen und danach alle Farben – 147 Punkte.
Miss
auch: Miss-Regel
Der Schiedsrichter wertet ein Foul als „Miss“, wenn der Spieler sich nach seiner Ansicht nicht genug bemüht hat, den Ball on zu treffen. Der Gegner kann ihn dann den Stoß wiederholen lassen.
O
Objektball
auch: Object Ball
Der Ball, den der Spielball treffen und versenken soll.
P
Pack
auch: Pulk, Roter Pulk
Die Gruppe der noch eng beieinanderliegenden roten Bälle.
Plant
auch: Kombination
Der Spielball trifft einen Objektball, der wiederum einen anderen Ball in die Tasche befördert.
Potten
auch: Pot, Lochen, Versenken
Einen Ball regelgerecht in einer Tasche versenken.
Q
Queue
auch: Billardstock, Cue
Der Stock, mit dem der Spielball gestoßen wird, meist rund 1,45 Meter lang.
R
Re-Rack
auch: Neuaufstellung
Der Frame wird neu aufgebaut und von vorn gespielt, etwa wenn er festgefahren ist und keiner einen Vorteil erzielen kann.
Re-spotted Black
auch: Respotted Black, Schwarz-Stechen
Endet ein Frame unentschieden, wird Schwarz erneut aufgesetzt; wer sie zuerst versenkt oder ein Foul des Gegners erhält, gewinnt.
Rest
auch: Brücke, Hilfsqueue, Spider, Swan
Hilfsmittel zum Auflegen des Queues bei weit entfernten Bällen. Varianten mit erhöhter Auflage heißen Spider oder Swan.
Rote Bälle
auch: Reds, Rote
Die 15 roten Bälle zu je einem Punkt. Nach jeder versenkten Roten darf eine Farbe gespielt werden.
S
Safety
auch: Sicherheitsstoß, Ablage
Ein Stoß, der nicht auf Punkte zielt, sondern den Gegner in eine schwierige Lage bringt.
Session
auch: Spielabschnitt im Snooker
Lange Matches werden in mehreren Sessions gespielt, etwa das WM-Finale über vier Sessions an zwei Tagen.
Shot Time
auch: Stoßuhr im Snooker
Bei manchen Turnieren begrenzte Zeit pro Stoß, um das Spiel zu beschleunigen.
Shot to nothing
Versuch, einen Ball zu potten, bei dem der Spielball auch bei einem Fehlschuss sicher liegt – kein Risiko, aber eine Chance.
Six-Red
auch: Six-Red-Snooker, 6-Red
Snooker-Variante mit nur sechs statt 15 roten Bällen – kürzere Frames, maximal 75 Punkte pro Break.
Snooker
auch: Gesnookert, Snookern
Spielsituation, in der der Spielball so liegt, dass der Ball on nicht direkt getroffen werden kann – ein anderer Ball versperrt den Weg. Namensgeber der Sportart.
Snooker Shoot-Out
auch: Shoot-Out im Snooker
Turnier mit nur einem Frame pro Match, begrenzter Spielzeit und Stoßuhr – schnelle, oft überraschende Ergebnisse.
Spielball
auch: Cue Ball, Weiße
Der weiße Ball, der als einziger mit dem Queue gestoßen wird.
Split
auch: Aufbrechen
Der Spielball trifft den Pack und verteilt die Roten über den Tisch, um leichte Bälle zu schaffen.
Spot
auch: Aufsetzpunkt
Die markierten Punkte, auf die die farbigen Bälle zu Beginn und nach dem Versenken gelegt werden.
Strafpunkte
auch: Foulpunkte, Penalty im Snooker
Punkte für den Gegner nach einem Foul – je nach beteiligtem Ball vier bis sieben.
Striker
auch: Spieler am Tisch, Non-Striker
Der Spieler, der gerade am Tisch ist. Sein Gegner heißt Non-Striker.
T
Tasche
auch: Pocket, Loch
Eines der sechs Löcher am Snookertisch: vier Ecktaschen und zwei Mitteltaschen.
Total Clearance
auch: Clearance, Abräumen
Ein Spieler räumt in einer einzigen Aufnahme alle Bälle vom Tisch, ohne dass der Gegner zum Zug kommt.
Touching Ball
auch: Berührender Ball
Der Spielball liegt direkt an einem anderen Ball an. Der Spieler muss ihn davon wegspielen, ohne den anliegenden Ball zu bewegen.
Triple Crown
auch: Triple-Crown-Turniere
Die drei wichtigsten Snookerturniere: Weltmeisterschaft, UK Championship und Masters.
W
World Snooker Tour
auch: WST, Main Tour
Die Profitour im Snooker, auf der die Weltranglistenturniere ausgetragen werden.
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