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Handball-Begriffe von A bis Z

Kempa-Trick, Siebenmeter, Zeitspiel oder 6:0-Abwehr: Hier findest du die wichtigsten Handball-Begriffe zu Regeln, Strafen, Positionen, Würfen und Abwehrsystemen.

Klick auf einen Begriff, um die Erklärung zu lesen, oder filtere nach Themen wie Regeln, Taktik oder Spielszenen.

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A

Handball

Abwurf

auch: Torwartabwurf

Spielfortsetzung durch den Torwart aus dem Torraum, etwa nachdem der Ball über die Torauslinie gegangen ist.

Handball

Anwurf

auch: Anpfiff im Handball

Spielbeginn und Fortsetzung nach jedem Tor vom Mittelkreis aus.

Handball

Aufsetzer

Wurf, der vor dem Tor auf den Boden aufspringt und so schwer für den Torwart zu berechnen ist.

B

Handball

Ballgröße

auch: Handballgröße

Handbälle gibt es in den Größen 0 bis 3. Männer spielen mit Größe 3, Frauen und ältere Jugendliche mit Größe 2.

Handball

Beachhandball

auch: Beach-Handball

Handball-Variante auf Sand mit vier Spielern pro Team, bei der spektakuläre Tore wie Spin-Shots doppelt zählen.

Handball

Blaue Karte

Wird nach einer Roten Karte gezeigt und bedeutet, dass ein Bericht folgt und eine zusätzliche Sperre droht.

D

Handball

DHB

auch: Deutscher Handballbund

Der Dachverband des deutschen Handballs, verantwortlich u. a. für die Nationalmannschaften.

Handball

DHB-Pokal

Pokalwettbewerb im deutschen Handball, dessen Endrunde als Final Four ausgetragen wird.

Handball

Disqualifikation

auch: Rote Karte im Handball

Ein Spieler muss das Spiel endgültig verlassen; seine Mannschaft spielt zwei Minuten in Unterzahl, danach darf ein anderer Spieler nachrücken.

Handball

Doppelregel

auch: Prellfehler, Doppeltes Prellen

Nach beendetem Prellen darf ein Spieler nicht erneut zu prellen beginnen – das wäre ein Doppel.

Handball

Dreher

auch: Drehwurf, Spin

Wurf mit starkem Drall, der nach dem Aufsetzen die Richtung ändert – oft von Außenspielern genutzt.

Handball

Drei-Sekunden-Regel (Handball)

auch: Drei Sekunden

Ein Spieler darf den Ball höchstens drei Sekunden in der Hand halten, auch wenn er auf dem Boden liegt.

Handball

Durchbruch

Ein Angreifer setzt sich im Eins-gegen-eins durch und kommt frei zum Wurf.

E

Handball

EHF

auch: European Handball Federation

Der Europäische Handballverband. Er richtet u. a. die EHF Champions League und die Europameisterschaft aus.

Handball

EHF Champions League

auch: Handball Champions League

Der wichtigste europäische Vereinswettbewerb im Handball, entschieden beim Final Four in Köln.

Handball

Einwurf (Handball)

auch: Seitenaus

Spielfortsetzung, wenn der Ball über die Seitenlinie gegangen ist – ausgeführt mit einem Fuß auf der Linie.

Handball

Erste Welle

auch: 1. Welle

Die schnellsten Spieler, oft die Außen, starten sofort nach Ballgewinn Richtung gegnerisches Tor.

F

Handball

Fallwurf

Wurf, bei dem sich der Spieler nach vorne in den Torraum fallen lässt – typisch für Kreisläufer und Außen.

Handball

Freiwurf (Handball)

Spielfortsetzung nach einem Regelverstoß, ausgeführt an der Stelle des Vergehens, mindestens aber an der Neun-Meter-Linie.

Handball

Freiwurflinie

auch: 9-Meter-Linie, Neunmeterlinie

Die gestrichelte Linie neun Meter vor dem Tor. Freiwürfe werden von dort oder dahinter ausgeführt.

Handball

Fußspiel

auch: Fuß

Berührt ein Feldspieler den Ball absichtlich mit Fuß oder Unterschenkel, gibt es Freiwurf für den Gegner. Nur der Torwart darf im Torraum mit den Füßen abwehren.

H

Handball

Hampelmann

Torwarttechnik, bei der Arme und Beine gleichzeitig gespreizt werden, um möglichst viel Torfläche abzudecken.

Handball

Harz

auch: Handballharz, Backe

Klebriges Haftmittel an den Fingern, das Fangen und Werfen sicherer macht. In vielen Hallen ist es verboten.

Handball

HBL

auch: Handball-Bundesliga, Daikin HBL

Die höchste deutsche Handballliga der Männer.

Handball

Heber

auch: Lupfer

Der Ball wird in hohem Bogen über den herausstürmenden Torwart geworfen.

Handball

Hinausstellung

auch: Zeitstrafe im Handball, Zwei Minuten im Handball

Der bestrafte Spieler muss zwei Minuten vom Feld, seine Mannschaft spielt so lange in Unterzahl. Bei der dritten Hinausstellung folgt die Disqualifikation.

Handball

Hüftwurf

Wurf seitlich in Hüfthöhe am Abwehrspieler vorbei.

I

Handball

IHF

auch: International Handball Federation

Der Handball-Weltverband, verantwortlich für die Weltmeisterschaften und das Regelwerk.

K

Handball

Kempa-Trick

auch: Kempa

Spektakulärer Spielzug: Ein Spieler springt in den Kreis, fängt einen Pass in der Luft und wirft noch vor der Landung. Benannt nach Bernhard Kempa.

Handball

Klare Torgelegenheit

auch: Klare Torchance

Situation, in der ein Tor sehr wahrscheinlich ist. Wird sie regelwidrig verhindert, gibt es einen Siebenmeter, oft verbunden mit einer Strafe.

Handball

Körpertäuschung

auch: Finte im Handball

Täuschung mit dem Oberkörper, um den Abwehrspieler in die falsche Richtung zu locken.

Handball

Kopftreffer beim Torwart

auch: Kopftreffer

Trifft ein Werfer beim Siebenmeter den Torwart am Kopf, ohne dass dieser sich in den Wurf hineinbewegt, wird der Werfer disqualifiziert.

Handball

Kreis

auch: Torraumlinie, 6-Meter-Linie

Die Sechs-Meter-Linie um den Torraum. Feldspieler dürfen den Bereich nicht betreten, aber darüber hinwegspringen und vor der Landung werfen.

Handball

Kreisläufer

auch: Kreisspieler

Angreifer direkt an der gegnerischen Sechs-Meter-Linie, der Sperren stellt und Bälle am Kreis verwertet.

Handball

Kreuzen

auch: Kreuzbewegung

Zwei Angreifer laufen sich über Kreuz entgegen und übergeben dabei den Ball, um die Abwehr zu verwirren.

L

Handball

Letzte 30 Sekunden

auch: Schlussphase

Sonderregel für die letzten 30 Sekunden: Grobe Vergehen, die einen Torwurf verhindern, führen zu Disqualifikation und Siebenmeter.

Handball

Linksaußen

auch: LA

Angreifer auf der linken Außenposition, meist ein Rechtshänder, der aus spitzem Winkel wirft.

N

Handball

Nullschritt

auch: Null-Schritt

Landet ein Spieler nach dem Fangen im Sprung, zählt die erste Bodenberührung nicht als Schritt.

P

Handball

Parallelstoß

Mehrere Rückraumspieler stoßen nacheinander parallel Richtung Tor, um Lücken in der Abwehr zu reißen.

Handball

Positionsangriff

auch: Aufbauspiel im Handball

Geordneter Angriff gegen eine formierte Abwehr, meist mit eingeübten Spielzügen.

Handball

Prellen

auch: Dribbling im Handball

Den Ball auf den Boden tippen, um sich mit ihm fortzubewegen.

Handball

Progressive Bestrafung

auch: Strafenstaffel

Strafen werden schrittweise verschärft: Verwarnung (Gelbe Karte), Zwei-Minuten-Hinausstellung, schließlich Disqualifikation (Rote Karte).

R

Handball

Rechtsaußen

auch: RA

Angreifer auf der rechten Außenposition, meist ein Linkshänder.

Handball

Rückhandwurf

Wurf hinter dem Körper vorbei, der den Torwart überraschen soll.

Handball

Rückraum links

auch: Halblinks, RL

Rückraumspieler auf der linken Seite, oft ein wurfstarker Rechtshänder.

Handball

Rückraum Mitte

auch: Spielmacher im Handball, RM

Der Spielmacher im Handball, der die Spielzüge ansagt und das Spiel lenkt.

Handball

Rückraum rechts

auch: Halbrechts, RR

Rückraumspieler auf der rechten Seite, meist ein Linkshänder mit starkem Wurf.

S

Handball

Schiedsrichterwurf

auch: Schiedsrichterball

Der Schiedsrichter wirft den Ball senkrecht hoch, wenn das Spiel ohne Regelverstoß unterbrochen wurde und keine Mannschaft im Ballbesitz war.

Handball

Schlagwurf

auch: Stemmwurf

Kraftvoller Wurf aus dem Stand oder Lauf, bei dem der Spieler am Boden bleibt.

Handball

Schnelle Mitte

auch: Schneller Anwurf

Nach einem Gegentor wird der Anwurf sofort ausgeführt, um die gegnerische Abwehr unsortiert zu erwischen.

Handball

Schrittregel

auch: Schritte, Schrittfehler im Handball

Mit dem Ball in der Hand sind höchstens drei Schritte erlaubt. Danach muss der Spieler prellen, passen oder werfen.

Handball

Siebenmeter

auch: 7-Meter, 7-m-Wurf, Strafwurf

Strafwurf aus sieben Metern Entfernung, nur der Torwart steht dem Werfer gegenüber. Verhängt wird er, wenn eine klare Torgelegenheit regelwidrig verhindert wurde.

Handball

Siebter Feldspieler

auch: 7. Feldspieler, Leeres Tor

Ein Team nimmt den Torwart vom Feld und greift mit sieben Feldspielern an – riskant, weil das eigene Tor leer ist.

Handball

Spagat

Torwarttechnik, bei der der Torwart ein Bein weit zur Seite streckt, um flache Würfe abzuwehren.

Handball

Sperre (Handball)

auch: Block stellen

Ein Angreifer stellt sich einem Abwehrspieler regelgerecht in den Weg, um einem Mitspieler Raum zu verschaffen.

Handball

Spin-Shot

auch: Spinshot

Beachhandball-Wurf mit einer vollen Drehung in der Luft. Ein Treffer zählt zwei Punkte.

Handball

Sprungwurf

Häufigster Wurf im Handball: Der Spieler springt ab und wirft in der Luft, oft über den Block hinweg.

Handball

Stürmerfoul

auch: Offensivfoul, Angriffsfoul

Regelwidriger Körpereinsatz des Angreifers, etwa wenn er in einen stehenden Abwehrspieler hineinläuft. Der Ball geht an den Gegner.

T

Handball

Team-Time-out

auch: Auszeit, Time-out, Team-Timeout

Eine Minute Spielunterbrechung, die jede Mannschaft beantragen kann – meist dreimal pro Spiel, höchstens zweimal pro Halbzeit.

Handball

Tempogegenstoß

auch: Konter im Handball, Gegenstoß im Handball

Schneller Angriff nach Ballgewinn, bevor die gegnerische Abwehr steht.

Handball

Torraum (Handball)

auch: Wurfkreis

Der Raum innerhalb der Sechs-Meter-Linie, der allein dem Torwart gehört.

Handball

Torwart (Handball)

auch: Handballtorwart, Keeper im Handball

Verteidigt das Tor und darf im Torraum den Ball mit allen Körperteilen abwehren. Wichtig für den schnellen Konterpass.

Handball

Torwartgrenzlinie

auch: 4-Meter-Linie

Kurze Markierung vier Meter vor dem Tor, bis zu der der Torwart beim Siebenmeter herauskommen darf.

U

Handball

Überzahl (Handball)

auch: Überzahl im Handball

Ein Team spielt mit mehr Feldspielern, weil ein Gegner hinausgestellt wurde.

Handball

Überzieher

Wurf, bei dem der Ball über den Kopf hinweg gezogen und so am Torwart vorbeigespielt wird.

Handball

Unterzahl (Handball)

auch: Unterzahl im Handball

Ein Team spielt nach einer Hinausstellung mit weniger Feldspielern.

V

Handball

Vorwarnzeichen

auch: Arm gehoben

Der Schiedsrichter hebt den Arm, um passives Spiel anzuzeigen. Danach sind höchstens vier Pässe bis zum Torwurf erlaubt.

W

Handball

Wechselfehler

auch: Fehlerhafter Wechsel

Spielerwechsel außerhalb des Wechselraums oder bevor der ausgewechselte Spieler das Feld verlassen hat – wird mit einer Hinausstellung bestraft.

Z

Handball

Zeitspiel

auch: Passives Spiel

Ein Team spielt erkennbar nicht auf Torerfolg. Nach dem Vorwarnzeichen bleiben nur wenige Pässe bis zum Torwurf, sonst wechselt der Ballbesitz.

Handball

Zweite Welle

auch: 2. Welle

Nachrückende Spieler, die einen Gegenstoß fortsetzen, wenn die erste Welle gestoppt wurde.

#

Handball

3:2:1-Abwehr

auch: 3-2-1-Abwehr

Offensive, gestaffelte Abwehr in drei Reihen, die den Rückraum früh angreift.

Handball

5:1-Abwehr

auch: 5-1-Abwehr

Fünf Abwehrspieler am Kreis, einer davor, der den gegnerischen Spielmacher stört.

Handball

6:0-Abwehr

auch: 6-0-Abwehr

Alle sechs Abwehrspieler stehen auf einer Linie vor dem Kreis – kompakt und stabil gegen Kreisläufer.

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