Handball-Begriffe von A bis Z
Kempa-Trick, Siebenmeter, Zeitspiel oder 6:0-Abwehr: Hier findest du die wichtigsten Handball-Begriffe zu Regeln, Strafen, Positionen, Würfen und Abwehrsystemen.
Klick auf einen Begriff, um die Erklärung zu lesen, oder filtere nach Themen wie Regeln, Taktik oder Spielszenen.
← Zurück zum Hauptglossar (alle 1145 Begriffe)
A
Abwurf
auch: Torwartabwurf
Spielfortsetzung durch den Torwart aus dem Torraum, etwa nachdem der Ball über die Torauslinie gegangen ist.
Anwurf
auch: Anpfiff im Handball
Spielbeginn und Fortsetzung nach jedem Tor vom Mittelkreis aus.
Aufsetzer
Wurf, der vor dem Tor auf den Boden aufspringt und so schwer für den Torwart zu berechnen ist.
B
Ballgröße
auch: Handballgröße
Handbälle gibt es in den Größen 0 bis 3. Männer spielen mit Größe 3, Frauen und ältere Jugendliche mit Größe 2.
Beachhandball
auch: Beach-Handball
Handball-Variante auf Sand mit vier Spielern pro Team, bei der spektakuläre Tore wie Spin-Shots doppelt zählen.
Blaue Karte
Wird nach einer Roten Karte gezeigt und bedeutet, dass ein Bericht folgt und eine zusätzliche Sperre droht.
D
DHB
auch: Deutscher Handballbund
Der Dachverband des deutschen Handballs, verantwortlich u. a. für die Nationalmannschaften.
DHB-Pokal
Pokalwettbewerb im deutschen Handball, dessen Endrunde als Final Four ausgetragen wird.
Disqualifikation
auch: Rote Karte im Handball
Ein Spieler muss das Spiel endgültig verlassen; seine Mannschaft spielt zwei Minuten in Unterzahl, danach darf ein anderer Spieler nachrücken.
Doppelregel
auch: Prellfehler, Doppeltes Prellen
Nach beendetem Prellen darf ein Spieler nicht erneut zu prellen beginnen – das wäre ein Doppel.
Dreher
auch: Drehwurf, Spin
Wurf mit starkem Drall, der nach dem Aufsetzen die Richtung ändert – oft von Außenspielern genutzt.
Drei-Sekunden-Regel (Handball)
auch: Drei Sekunden
Ein Spieler darf den Ball höchstens drei Sekunden in der Hand halten, auch wenn er auf dem Boden liegt.
Durchbruch
Ein Angreifer setzt sich im Eins-gegen-eins durch und kommt frei zum Wurf.
E
EHF
auch: European Handball Federation
Der Europäische Handballverband. Er richtet u. a. die EHF Champions League und die Europameisterschaft aus.
EHF Champions League
auch: Handball Champions League
Der wichtigste europäische Vereinswettbewerb im Handball, entschieden beim Final Four in Köln.
Einwurf (Handball)
auch: Seitenaus
Spielfortsetzung, wenn der Ball über die Seitenlinie gegangen ist – ausgeführt mit einem Fuß auf der Linie.
Erste Welle
auch: 1. Welle
Die schnellsten Spieler, oft die Außen, starten sofort nach Ballgewinn Richtung gegnerisches Tor.
F
Fallwurf
Wurf, bei dem sich der Spieler nach vorne in den Torraum fallen lässt – typisch für Kreisläufer und Außen.
Freiwurf (Handball)
Spielfortsetzung nach einem Regelverstoß, ausgeführt an der Stelle des Vergehens, mindestens aber an der Neun-Meter-Linie.
Freiwurflinie
auch: 9-Meter-Linie, Neunmeterlinie
Die gestrichelte Linie neun Meter vor dem Tor. Freiwürfe werden von dort oder dahinter ausgeführt.
Fußspiel
auch: Fuß
Berührt ein Feldspieler den Ball absichtlich mit Fuß oder Unterschenkel, gibt es Freiwurf für den Gegner. Nur der Torwart darf im Torraum mit den Füßen abwehren.
H
Hampelmann
Torwarttechnik, bei der Arme und Beine gleichzeitig gespreizt werden, um möglichst viel Torfläche abzudecken.
Harz
auch: Handballharz, Backe
Klebriges Haftmittel an den Fingern, das Fangen und Werfen sicherer macht. In vielen Hallen ist es verboten.
HBL
auch: Handball-Bundesliga, Daikin HBL
Die höchste deutsche Handballliga der Männer.
Heber
auch: Lupfer
Der Ball wird in hohem Bogen über den herausstürmenden Torwart geworfen.
Hinausstellung
auch: Zeitstrafe im Handball, Zwei Minuten im Handball
Der bestrafte Spieler muss zwei Minuten vom Feld, seine Mannschaft spielt so lange in Unterzahl. Bei der dritten Hinausstellung folgt die Disqualifikation.
Hüftwurf
Wurf seitlich in Hüfthöhe am Abwehrspieler vorbei.
I
IHF
auch: International Handball Federation
Der Handball-Weltverband, verantwortlich für die Weltmeisterschaften und das Regelwerk.
K
Kempa-Trick
auch: Kempa
Spektakulärer Spielzug: Ein Spieler springt in den Kreis, fängt einen Pass in der Luft und wirft noch vor der Landung. Benannt nach Bernhard Kempa.
Klare Torgelegenheit
auch: Klare Torchance
Situation, in der ein Tor sehr wahrscheinlich ist. Wird sie regelwidrig verhindert, gibt es einen Siebenmeter, oft verbunden mit einer Strafe.
Körpertäuschung
auch: Finte im Handball
Täuschung mit dem Oberkörper, um den Abwehrspieler in die falsche Richtung zu locken.
Kopftreffer beim Torwart
auch: Kopftreffer
Trifft ein Werfer beim Siebenmeter den Torwart am Kopf, ohne dass dieser sich in den Wurf hineinbewegt, wird der Werfer disqualifiziert.
Kreis
auch: Torraumlinie, 6-Meter-Linie
Die Sechs-Meter-Linie um den Torraum. Feldspieler dürfen den Bereich nicht betreten, aber darüber hinwegspringen und vor der Landung werfen.
Kreisläufer
auch: Kreisspieler
Angreifer direkt an der gegnerischen Sechs-Meter-Linie, der Sperren stellt und Bälle am Kreis verwertet.
Kreuzen
auch: Kreuzbewegung
Zwei Angreifer laufen sich über Kreuz entgegen und übergeben dabei den Ball, um die Abwehr zu verwirren.
L
Letzte 30 Sekunden
auch: Schlussphase
Sonderregel für die letzten 30 Sekunden: Grobe Vergehen, die einen Torwurf verhindern, führen zu Disqualifikation und Siebenmeter.
Linksaußen
auch: LA
Angreifer auf der linken Außenposition, meist ein Rechtshänder, der aus spitzem Winkel wirft.
N
Nullschritt
auch: Null-Schritt
Landet ein Spieler nach dem Fangen im Sprung, zählt die erste Bodenberührung nicht als Schritt.
P
Parallelstoß
Mehrere Rückraumspieler stoßen nacheinander parallel Richtung Tor, um Lücken in der Abwehr zu reißen.
Positionsangriff
auch: Aufbauspiel im Handball
Geordneter Angriff gegen eine formierte Abwehr, meist mit eingeübten Spielzügen.
Prellen
auch: Dribbling im Handball
Den Ball auf den Boden tippen, um sich mit ihm fortzubewegen.
Progressive Bestrafung
auch: Strafenstaffel
Strafen werden schrittweise verschärft: Verwarnung (Gelbe Karte), Zwei-Minuten-Hinausstellung, schließlich Disqualifikation (Rote Karte).
R
Rechtsaußen
auch: RA
Angreifer auf der rechten Außenposition, meist ein Linkshänder.
Rückhandwurf
Wurf hinter dem Körper vorbei, der den Torwart überraschen soll.
Rückraum links
auch: Halblinks, RL
Rückraumspieler auf der linken Seite, oft ein wurfstarker Rechtshänder.
Rückraum Mitte
auch: Spielmacher im Handball, RM
Der Spielmacher im Handball, der die Spielzüge ansagt und das Spiel lenkt.
Rückraum rechts
auch: Halbrechts, RR
Rückraumspieler auf der rechten Seite, meist ein Linkshänder mit starkem Wurf.
S
Schiedsrichterwurf
auch: Schiedsrichterball
Der Schiedsrichter wirft den Ball senkrecht hoch, wenn das Spiel ohne Regelverstoß unterbrochen wurde und keine Mannschaft im Ballbesitz war.
Schlagwurf
auch: Stemmwurf
Kraftvoller Wurf aus dem Stand oder Lauf, bei dem der Spieler am Boden bleibt.
Schnelle Mitte
auch: Schneller Anwurf
Nach einem Gegentor wird der Anwurf sofort ausgeführt, um die gegnerische Abwehr unsortiert zu erwischen.
Schrittregel
auch: Schritte, Schrittfehler im Handball
Mit dem Ball in der Hand sind höchstens drei Schritte erlaubt. Danach muss der Spieler prellen, passen oder werfen.
Siebenmeter
auch: 7-Meter, 7-m-Wurf, Strafwurf
Strafwurf aus sieben Metern Entfernung, nur der Torwart steht dem Werfer gegenüber. Verhängt wird er, wenn eine klare Torgelegenheit regelwidrig verhindert wurde.
Siebter Feldspieler
auch: 7. Feldspieler, Leeres Tor
Ein Team nimmt den Torwart vom Feld und greift mit sieben Feldspielern an – riskant, weil das eigene Tor leer ist.
Spagat
Torwarttechnik, bei der der Torwart ein Bein weit zur Seite streckt, um flache Würfe abzuwehren.
Sperre (Handball)
auch: Block stellen
Ein Angreifer stellt sich einem Abwehrspieler regelgerecht in den Weg, um einem Mitspieler Raum zu verschaffen.
Spin-Shot
auch: Spinshot
Beachhandball-Wurf mit einer vollen Drehung in der Luft. Ein Treffer zählt zwei Punkte.
Sprungwurf
Häufigster Wurf im Handball: Der Spieler springt ab und wirft in der Luft, oft über den Block hinweg.
Stürmerfoul
auch: Offensivfoul, Angriffsfoul
Regelwidriger Körpereinsatz des Angreifers, etwa wenn er in einen stehenden Abwehrspieler hineinläuft. Der Ball geht an den Gegner.
T
Team-Time-out
auch: Auszeit, Time-out, Team-Timeout
Eine Minute Spielunterbrechung, die jede Mannschaft beantragen kann – meist dreimal pro Spiel, höchstens zweimal pro Halbzeit.
Tempogegenstoß
auch: Konter im Handball, Gegenstoß im Handball
Schneller Angriff nach Ballgewinn, bevor die gegnerische Abwehr steht.
Torraum (Handball)
auch: Wurfkreis
Der Raum innerhalb der Sechs-Meter-Linie, der allein dem Torwart gehört.
Torwart (Handball)
auch: Handballtorwart, Keeper im Handball
Verteidigt das Tor und darf im Torraum den Ball mit allen Körperteilen abwehren. Wichtig für den schnellen Konterpass.
Torwartgrenzlinie
auch: 4-Meter-Linie
Kurze Markierung vier Meter vor dem Tor, bis zu der der Torwart beim Siebenmeter herauskommen darf.
U
Überzahl (Handball)
auch: Überzahl im Handball
Ein Team spielt mit mehr Feldspielern, weil ein Gegner hinausgestellt wurde.
Überzieher
Wurf, bei dem der Ball über den Kopf hinweg gezogen und so am Torwart vorbeigespielt wird.
Unterzahl (Handball)
auch: Unterzahl im Handball
Ein Team spielt nach einer Hinausstellung mit weniger Feldspielern.
V
Vorwarnzeichen
auch: Arm gehoben
Der Schiedsrichter hebt den Arm, um passives Spiel anzuzeigen. Danach sind höchstens vier Pässe bis zum Torwurf erlaubt.
W
Wechselfehler
auch: Fehlerhafter Wechsel
Spielerwechsel außerhalb des Wechselraums oder bevor der ausgewechselte Spieler das Feld verlassen hat – wird mit einer Hinausstellung bestraft.
Z
Zeitspiel
auch: Passives Spiel
Ein Team spielt erkennbar nicht auf Torerfolg. Nach dem Vorwarnzeichen bleiben nur wenige Pässe bis zum Torwurf, sonst wechselt der Ballbesitz.
Zweite Welle
auch: 2. Welle
Nachrückende Spieler, die einen Gegenstoß fortsetzen, wenn die erste Welle gestoppt wurde.
#
3:2:1-Abwehr
auch: 3-2-1-Abwehr
Offensive, gestaffelte Abwehr in drei Reihen, die den Rückraum früh angreift.
5:1-Abwehr
auch: 5-1-Abwehr
Fünf Abwehrspieler am Kreis, einer davor, der den gegnerischen Spielmacher stört.
6:0-Abwehr
auch: 6-0-Abwehr
Alle sechs Abwehrspieler stehen auf einer Linie vor dem Kreis – kompakt und stabil gegen Kreisläufer.
Kein Begriff gefunden.