Eishockey-Begriffe von A bis Z
Icing, Bully, Powerplay oder Boxplay: Im Eishockey-Lexikon findest du alle wichtigen Begriffe zu Regeln, Strafen, Positionen, Spielzügen und Ligen wie NHL und DEL.
Für Eishockeywetten besonders wichtig: der Unterschied zwischen regulärer Spielzeit und Overtime. Klick auf einen Begriff für die Erklärung oder filtere nach Themen.
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A
Ablenker
auch: Deflection, Tip, Redirect
Der Schuss eines Mitspielers wird mit dem Schläger leicht abgelenkt, sodass der Goalie die Richtung nicht mehr erwischt.
Abseits (Eishockey)
auch: Offside, Eishockey-Abseits
Ein Angreifer darf erst nach dem Puck ins Angriffsdrittel fahren. Überquert er die blaue Linie vorher, ist es Abseits und es gibt ein Bully.
Agitator
auch: Pest, Störenfried
Spieler, der Gegner provoziert und zu Strafen verleiten will.
Angriffsdrittel
auch: Offensive Zone, Angriffszone
Der Bereich hinter der gegnerischen blauen Linie, in dem ein Team angreift.
B
Backcheck
auch: Back Checking
Stürmer laufen nach Puckverlust schnell zurück, um die Verteidigung zu unterstützen.
Bande
auch: Boards
Die Begrenzung der Eisfläche aus Kunststoff mit Plexiglas darüber. Sie wird aktiv ins Spiel einbezogen, etwa für Pässe.
Bankstrafe
auch: Bench Minor, Kleine Bankstrafe
Zwei-Minuten-Strafe gegen das Team, etwa für zu viele Spieler auf dem Eis. Der Trainer bestimmt, wer sie absitzt.
Blaue Linie
auch: Blue Line
Die beiden blauen Linien teilen die Eisfläche in Angriffs-, neutrales und Verteidigungsdrittel und sind maßgeblich für Abseits.
Boarding
auch: Check gegen die Bande
Check, der den Gegner gefährlich gegen die Bande schleudert.
Bodycheck
auch: Body Check, Check
Erlaubter Körpereinsatz gegen den puckführenden Gegner mit Schulter oder Hüfte.
Boxplay
auch: Unterzahlspiel, Penalty Kill, PK
Spiel in Unterzahl. Die Spieler formen meist ein Viereck (Box) vor dem eigenen Tor.
Breakaway
auch: Alleingang
Ein Angreifer läuft allein, ohne Verteidiger, auf den Goalie zu.
Breakout
auch: Spielaufbau im Eishockey
Das organisierte Herausspielen des Pucks aus dem eigenen Drittel.
Bully
auch: Faceoff, Face-off, Anspiel
Spielbeginn und Fortsetzung nach Unterbrechungen: Der Schiedsrichter lässt den Puck zwischen zwei Spielern fallen, die um ihn kämpfen.
Butt-Ending
auch: Stockende-Stoß
Stoß mit dem oberen Ende des Schlägers gegen den Gegner.
Butterfly-Stil
auch: Butterfly
Moderne Torhütertechnik: Der Goalie geht auf die Knie und spreizt die Schienen, um den unteren Torbereich abzudecken.
C
Celly
auch: Torjubel im Eishockey, Celebration
Umgangssprachlich für den Torjubel.
Center (Eishockey)
auch: Centre, Mittelstürmer im Eishockey
Der mittlere Stürmer einer Reihe. Er nimmt die meisten Bullys und hilft auch in der Defensive aus.
Charging
auch: Unerlaubter Körperangriff
Check mit Anlauf oder Sprung, um den Gegner besonders hart zu treffen.
Crease
auch: Torraum im Eishockey, Torraum (Eishockey)
Der blau markierte Halbkreis vor dem Tor, der Schutzraum des Goalies. Behinderungen des Torhüters dort sind verboten.
Cross-Check
auch: Cross-Checking, Stockcheck
Stoß gegen den Gegner mit dem quer gehaltenen Schläger, beide Hände am Stock.
Cycling
auch: Cycle im Eishockey, Kreiseln
Die Stürmer lassen den Puck an der Bande im Angriffsdrittel kreisen, um den Ballbesitz zu halten und auf eine Lücke zu warten.
D
DEB
auch: Deutscher Eishockey-Bund
Der Dachverband des deutschen Eishockeys, verantwortlich u. a. für die Nationalmannschaft.
Defenceman
auch: Defender, D-Man, Eishockey-Verteidiger
Verteidiger im Eishockey. Ein Team hat in der Regel drei Verteidigerpaare.
Deke
auch: Täuschung, Finte
Täuschungsmanöver mit Puck und Schläger, um Gegner oder Goalie auszuspielen.
DEL
auch: Deutsche Eishockey Liga, PENNY DEL
Die höchste deutsche Eishockeyliga.
Delay of Game
auch: Spielverzögerung
Absichtliches Verzögern, etwa wenn der Puck aus dem eigenen Drittel direkt über die Bande ins Publikum geschossen wird.
Disziplinarstrafe
auch: Misconduct, 10 Minuten
Zehn Minuten Strafe gegen einen Spieler, etwa für Beleidigungen. Das Team darf ihn ersetzen und spielt nicht in Unterzahl.
Diving
auch: Embellishment
Übertriebenes Fallenlassen, um eine Strafe gegen den Gegner herauszuholen – wird selbst bestraft.
Doppelte kleine Strafe
auch: Double Minor, 2+2
Zwei kleine Strafen hintereinander, also vier Minuten – etwa für einen hohen Stock mit Verletzungsfolge.
Drittel
auch: Period, Spielabschnitt im Eishockey
Ein Eishockeyspiel besteht aus drei Dritteln à 20 Minuten effektiver Spielzeit; die Uhr wird bei jeder Unterbrechung angehalten.
Drop Pass
auch: Rückpass
Der puckführende Spieler lässt den Puck für einen nachrückenden Mitspieler liegen.
Dump and Chase
auch: Dump-in, Reinschießen
Der Puck wird tief ins Angriffsdrittel geschossen, um ihm hinterherzujagen, statt mit ihm ins Drittel zu laufen.
E
Eiszeit
auch: Ice Time, TOI, Time on Ice
Die gesamte Zeit, die ein Spieler in einem Spiel auf dem Eis steht.
Elbowing
auch: Ellbogencheck
Regelwidriger Einsatz des Ellbogens gegen den Gegner.
Empty Net Goal
auch: ENG, Tor ins leere Tor
Tor ins verwaiste Tor, nachdem der Gegner seinen Goalie gezogen hat.
Enforcer
auch: Goon
Spieler, dessen Hauptaufgabe es ist, die eigenen Stars zu schützen und notfalls Faustkämpfe zu bestreiten. Heute deutlich seltener als früher.
F
Fighting
auch: Faustkampf, Hockey Fight
Faustkampf zwischen Spielern. In der NHL gibt es dafür fünf Minuten, in Europa wird es meist härter bestraft.
Five-hole
auch: Fünftes Loch
Die Lücke zwischen den Schienen des Goalies.
Flügelstürmer
auch: Left Wing, Right Wing, Außenstürmer im Eishockey
Die beiden Stürmer links und rechts des Centers.
Forecheck
auch: Forechecking
Früh im gegnerischen Drittel stören, um den Spielaufbau zu unterbinden und den Puck zurückzuerobern.
G
Gap Control
auch: Gap
Der richtige Abstand eines Verteidigers zum anrückenden Angreifer.
Goalie
auch: Netminder, Tender, Eishockey-Torhüter, Keeper im Eishockey
Der Torhüter im Eishockey, mit dicker Schutzausrüstung, Fanghand (Trapper) und Stockhand (Blocker).
Goaltender Interference
auch: Torhüterbehinderung
Behinderung des Goalies, vor allem im Crease. Ein so erzieltes Tor zählt nicht.
Gordie Howe Hattrick
Ein Spieler erzielt in einem Spiel ein Tor, einen Assist und einen Faustkampf – benannt nach NHL-Legende Gordie Howe.
Grinder
auch: Arbeiter, Mucker
Fleißiger, kampfstarker Spieler, der in den Ecken und an der Bande die Drecksarbeit erledigt.
Große Strafe
auch: Major Penalty, Fünf-Minuten-Strafe, 5 Minuten
Fünf Minuten Zeitstrafe für schwere Vergehen. Sie endet nicht durch ein Gegentor und ist oft mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe verbunden.
H
Handgelenkschuss
auch: Wrist Shot, Wrister
Präziser Schuss ohne große Ausholbewegung, aus dem Handgelenk geschossen.
Handpass
auch: Hand Pass
Pass mit der Hand zu einem Mitspieler – nur im eigenen Verteidigungsdrittel erlaubt.
Healthy Scratch
auch: Überzähliger Spieler
Ein gesunder Spieler, der vom Trainer nicht für das Spiel aufgestellt wird.
High-Sticking
auch: Hoher Stock
Treffen des Gegners mit dem Schläger oberhalb der Schulter. Bei Verletzung gibt es eine doppelte kleine Strafe.
Holding
auch: Halten
Festhalten eines Gegners mit den Händen oder Armen.
Hooking
auch: Haken
Einhaken des Gegners mit dem Schläger, um ihn zu bremsen – kleine Strafe.
I
Icing
auch: Unerlaubter Weitschuss, Befreiungsschlag
Ein Team schießt den Puck aus der eigenen Hälfte über die gegnerische Torlinie, ohne dass jemand ihn berührt. Folge: Bully im eigenen Drittel, und das Team darf nicht wechseln.
IIHF
auch: International Ice Hockey Federation
Der Eishockey-Weltverband. Er richtet unter anderem die jährliche Weltmeisterschaft aus.
Interference
auch: Behinderung
Behindern eines Spielers, der nicht im Besitz des Pucks ist.
K
KHL
auch: Kontinentale Hockey-Liga
Profiliga mit Teams vor allem aus Russland und angrenzenden Ländern.
Kleine Strafe
auch: Minor Penalty, Zwei-Minuten-Strafe, 2 Minuten
Zeitstrafe von zwei Minuten. Erzielt der Gegner im Powerplay ein Tor, endet sie vorzeitig.
Kneeing
auch: Kniecheck
Regelwidriger Einsatz des Knies gegen den Gegner.
N
Neutral Zone Trap
auch: Trap, Falle
Defensive Taktik, bei der die neutrale Zone dicht gemacht wird, um den Gegner zu Puckverlusten zu zwingen.
Neutrale Zone
auch: Mittelzone, Neutral Zone
Der Bereich zwischen den beiden blauen Linien.
NHL
auch: National Hockey League
Die nordamerikanische Profiliga im Eishockey und stärkste Liga der Welt, mit Teams aus den USA und Kanada.
O
Odd-Man Rush
auch: Überzahlangriff, 2-auf-1
Konter, bei dem die Angreifer in der Überzahl sind, etwa zwei gegen einen Verteidiger.
One-Timer
auch: Direktschuss
Der Puck wird direkt aus dem Pass heraus geschossen, ohne ihn anzunehmen.
Overtime
auch: OT, Verlängerung im Eishockey
Verlängerung nach einem Unentschieden. In der Hauptrunde meist kurz und mit weniger Spielern (z. B. 3 gegen 3), das erste Tor entscheidet. In den Playoffs wird bis zum Tor in vollen Dritteln weitergespielt.
P
Penaltyschießen
auch: Penalty-Shootout, Shootout im Eishockey
Entscheidung nach torloser Overtime: Abwechselnd laufen Spieler allein auf den Goalie zu, je nach Liga zunächst drei oder fünf pro Team.
Penaltyschuss
auch: Penalty Shot, Strafschuss
Ein Spieler läuft allein von der Mittellinie auf den Goalie zu – verhängt, wenn eine klare Torchance durch ein Foul von hinten verhindert wurde.
Pinchen
auch: Pinch, Pinching
Ein Verteidiger rückt an der blauen Linie vor, um den Puck im Angriffsdrittel zu halten – riskant, wenn es schiefgeht.
Playmaker
auch: Spielmacher im Eishockey
Spieler, der vor allem durch Pässe und Übersicht Tore vorbereitet.
Plus/Minus
auch: +/-, Plus-Minus-Wert
Statistik, die zählt, wie viele Tore bei gleicher Spielerzahl für und gegen das Team fielen, während ein Spieler auf dem Eis war.
Poke Check
auch: Stockcheck auf den Puck
Der Verteidiger stößt den Puck mit dem Schläger vom Gegner weg.
Powerplay
auch: Power Play, Überzahlspiel, PP
Ein Team spielt mit mehr Spielern, weil der Gegner eine Zeitstrafe absitzt.
Puck
auch: Scheibe
Die Hartgummischeibe im Eishockey, 7,62 cm im Durchmesser und rund 160 bis 170 Gramm schwer. Vor dem Spiel wird sie gekühlt, damit sie weniger springt.
R
Regroup
auch: Regrouping, Neuaufbau
Ein Team spielt den Puck in der neutralen Zone zurück, um den Angriff neu und geordnet aufzubauen.
Reihe
auch: Sturmreihe, Linie
Eine feste Gruppe von Spielern, die gemeinsam aufs Eis geht – meist drei Stürmer, dazu ein Verteidigerpaar.
Reihenwechsel
auch: Line Change, Fliegender Wechsel, Change on the Fly
Der Austausch ganzer Spielerreihen, oft während das Spiel läuft. Ein Einsatz dauert meist nur 40 bis 60 Sekunden.
Rink
auch: Eisfläche, Eisbahn
Die Eisfläche im Eishockey, rund 60 × 30 Meter groß mit abgerundeten Ecken und Bande ringsum.
Rote Linie
auch: Mittellinie, Red Line
Die Mittellinie des Eisfelds. Sie spielt beim Icing eine Rolle.
Roughing
auch: Übertriebene Härte
Unnötig harter Körpereinsatz, etwa Schläge nach dem Pfiff.
S
Saucer Pass
auch: Gehobener Pass, Flip Pass
Leicht angehobener Pass, der über Schläger von Gegnern hinwegfliegt und flach wieder landet.
Schlagschuss
auch: Slapshot, Slap Shot, Clapper
Härtester Schuss im Eishockey mit großer Ausholbewegung – Profis erreichen über 160 km/h.
Screen
auch: Sichtblockade
Ein Spieler stellt sich vor den Goalie und nimmt ihm die Sicht auf den Schuss.
Shift
auch: Eisschicht
Ein einzelner Einsatz eines Spielers auf dem Eis zwischen zwei Wechseln.
Shorthander
auch: Short-handed Goal, Unterzahltor, SHG
Tor eines Teams, das gerade in Unterzahl spielt.
Slashing
auch: Stockschlag
Schlag mit dem Schläger gegen den Körper oder Schläger des Gegners.
Slot
auch: Schusszone
Der Bereich direkt vor dem Tor zwischen den Bullykreisen – von hier fallen die meisten Tore.
Snapshot
auch: Snap Shot
Mischung aus Handgelenk- und Schlagschuss mit kurzer Ausholbewegung – schnell und überraschend.
Sniper
auch: Torjäger im Eishockey
Stürmer mit besonders gefährlichem und präzisem Schuss.
Spearing
auch: Stockstich
Stechen mit der Schlägerspitze gegen den Gegner – meist große Strafe.
Spieldauer-Disziplinarstrafe
auch: Game Misconduct, Matchstrafe
Der Spieler muss für den Rest des Spiels in die Kabine; je nach Vergehen folgen weitere Sperren.
Stanley Cup
Die Meistertrophäe der NHL und die älteste Trophäe im nordamerikanischen Profisport.
Stickhandling
auch: Scheibenführung
Die Technik, den Puck mit dem Schläger zu führen und zu kontrollieren.
Strafbank
auch: Sin Bin, Penalty Box, Kühlbox
Der Platz, auf dem bestrafte Spieler ihre Zeitstrafe absitzen. Ihr Team spielt währenddessen in Unterzahl.
T
Tape-to-Tape
auch: Punktgenauer Pass
Ein perfekter Pass, der genau auf der Schlägerschaufel des Mitspielers landet.
Toe Drag
Trick, bei dem der Puck mit der Schlägerspitze zum Körper gezogen wird, um am Gegner vorbeizukommen.
Top Shelf
auch: Oberes Eck, Kreuzeck im Eishockey
Schuss ins obere Toreck.
Torhüter ziehen
auch: Pull the Goalie, Goalie Pull, Sechster Feldspieler
Ein zurückliegendes Team nimmt kurz vor Schluss den Goalie für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis – mit dem Risiko eines Empty Net Goals.
Tripping
auch: Beinstellen
Zu-Fall-Bringen des Gegners mit Schläger, Bein oder Fuß – kleine Strafe.
Two-Way Player
auch: Zwei-Wege-Spieler
Stürmer, der offensiv und defensiv gleichermaßen stark ist.
V
Verteidigungsdrittel
auch: Defensive Zone, D-Zone
Der Bereich hinter der eigenen blauen Linie vor dem eigenen Tor.
Verzögerte Strafe
auch: Delayed Penalty
Der Schiedsrichter hebt den Arm, pfeift aber erst, wenn das schuldige Team den Puck berührt. Das andere Team nimmt so lange meist den Goalie für einen sechsten Feldspieler heraus.
W
Wraparound
auch: Bauerntrick
Der Angreifer fährt hinter dem Tor herum und schiebt den Puck auf der anderen Seite am Pfosten vorbei ins Tor.
Z
Zamboni
auch: Eisbearbeitungsmaschine
Fahrzeug, das in den Drittelpausen die Eisfläche glättet. Der Name stammt vom bekanntesten Hersteller.
Zu viele Spieler auf dem Eis
auch: Too Many Men
Ein Team hat beim Wechsel kurzzeitig mehr als die erlaubten Spieler auf dem Eis – Bankstrafe.
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